Autismus-Spektrum:

Mobile Betreuung stark nachgefragt

LebensGroß erweitert die Mobile Sozialpsychiatrische Betreuung (MSB) um einen Schwerpunkt für Menschen im Autismus-Spektrum. Im Mittelpunkt stehen dabei das Wissen und der sensible Umgang mit der autistischen Wahrnehmung und Denkweise. Seit April 2025 wird die Dienstleistung angeboten, die Nachfrage ist groß.

 

Eine Mitarbeiterin, die das Projekt innerhalb von LebensGroß mit aufgebaut hat, erklärt: „Das Autismus-Spektrum ist sehr vielfältig, weshalb es in der Betreuung nicht die eine richtige Variante gibt.“ Das Wissen über unterschiedliche Lösungen sei zwar da, manchmal mache aber die Umsetzung Probleme. „Und genau bei der Frage nach dem ,Wie?‘ kommen wir in der MSB Autismus ins Spiel“, so Kerstin Kinsky-Astner, Leiterin der Mobilen Sozialpsychiatrischen Betreuung.

Die Begleitung findet vorwiegend zu Hause statt – also in einem vertrauten Umfeld, das für viele Menschen im Autismus-Spektrum Sicherheit bietet. Dadurch können Reize reduziert und Unterstützungsangebote besser an die persönliche Wahrnehmung angepasst werden. Dazu zählen etwa Lautstärke, Nähe und Distanz oder die Gestaltung von Gesprächen und Abläufen.

Die Mitarbeiter:innen der MSB LebensGroß werden speziell im Hinblick auf Menschen im Autismus-Spektrum geschult. Sie unterstützen unter anderem bei der Strukturierung des Alltags, bei der Organisation von Terminen, bei Arzt- und Behördenwegen sowie beim Umgang mit den individuellen Bedürfnissen. Sie übernehmen dabei auch eine vermittelnde Rolle und können wie Dolmetscher:innen zwischen neurodiverser und neurotypischer Wahrnehmung wirken. Ziel ist es, Druck abzubauen und Verständnis zu schaffen und gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln.

 

Die MSB mit dem Schwerpunkt Autismus wird derzeit in Graz und Graz-Umgebung angeboten. Ziel ist es, diese Form der Begleitung auch in den Bezirken Deutschlandsberg, Leibnitz und Voitsberg zu etablieren.

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