Vom Torhüter zum Schiedsrichter

Neue Rolle für Jürgen Göllner

Wenn Jürgen Göllner über Fußball spricht, merkt man schnell: Dieser Sport begleitet ihn schon lange. Früher stand er selbst am Platz – als Spieler und Torhüter. 2022 trat er mit der Special-Blackies-Mannschaft bei den Nationalen Sommerspielen von Special Olympics an und hütete dort das Tor.

 

Bei diesjährigen Sommerspielen in Wien übernimmt Jürgen nun eine neue Rolle: Er ist Schiedsrichter. Damit steht er nicht nur mitten im Spiel, sondern trägt auch Verantwortung für den Ablauf am Platz und sorgt für einen fairen Spielverlauf.

Seit rund einem Jahr bereitet sich Jürgen gezielt auf diese Aufgabe vor. Seine Erfahrung als Spieler hilft ihm, Spielsituationen gut einzuschätzen. Gleichzeitig bedeutet die neue Rolle für ihn persönliche Weiterentwicklung: Entscheidungen treffen, den Überblick behalten und klar mit den Teams kommunizieren.

 

Die Anfrage von Special Olympics hat ihn überrascht – und bedeutet ihm viel. Besonders freut er sich darauf, künftig auch bei internationalen Teams als Schiedsrichter eingesetzt zu werden. Dass seine Tätigkeit bezahlt wird, ist für ihn ein zusätzliches Zuckerl.

Viele Talente – im Sport und im Beruf

Auch beruflich hat sich Jürgen weiterentwickelt. Er arbeitet in der LebensGroß-Konditorei Famoos Graz. Begonnen hat er in der Backstube, mittlerweile ist er im Service tätig.
Dass in Jürgen viele Talente stecken, hat er schon öfter gezeigt: Bei den Special Olympics Winterspielen 2024 war er auch im Tanz aktiv und erreichte mit einem Tango den dritten Platz.

 

Jetzt freut er sich auf seine Einsätze in Wien. Für Jürgen ist das mehr als eine neue Aufgabe. Es ist ein nächster Schritt auf seinem Weg – vom Torhüter zum Schiedsrichter, vom Sportler zum Verantwortlichen am Spielfeld.

LebensGroß bei den Nationalen Sommerspielen

22 Sportler:innen mit Behinderung von LebensGroß treten bei den Nationalen Sommerspielen von Special Olympics in Wien an – in Fußball, Schwimmen, Tennis und Stocksport. Begleitet werden sie von 13 Assistent:innen der LebensGroß Freizeitassistenz Tumawas.

 

Die Sportler:innen trainieren das ganze Jahr über einmal pro Woche. Sie sind mit Freude, Überzeugung und viel Tatendrang dabei.

Frau mit zusammengebundenen Haaren steht vor Gartenbeet und grinst in die Kamera

Special Olympics gibt unseren Teilnehmer:innen die Möglichkeit, ihr hart trainiertes Können zu zeigen. Das gemeinsame Erleben und Feiern der Erfolge ist dabei genauso wichtig wie das kontinuierliche Training. Ich nehme Special Olympics als wertvolles Netzwerk der Inklusion und als große Bühne für unsere Sportler:innen wahr. Durch die Teilnahme wird Inklusion sichtbar – und unsere Sportler:innen werden gesehen. Begegnung auf Augenhöhe.

Julia Spilauer Leitung Tumawas Graz

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